Ausgeglichene Düngerbilanz

Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb können Hof- und Recyclingdünger wie auch Mineraldünger gemäss dem Bedarf der Kulturen ausgebracht werden. Gemäss der Direktzahlungsverordnung sind zur Erfüllung des ökologischen Leistungsnachweises die Nährstoffkreisläufe möglichst zu schliessen und die Zahl der Nutztiere dem Standort anzupassen.

Ausgeglichene Düngerbilanz

Mittels einer Nährstoffbilanz muss aufgezeigt werden, dass kein überschüssiger Phosphor oder Stickstoff ausgebracht wird. Für die Bilanzierung gilt die Methode „Suisse-Bilanz" oder eine gleichwertige, vom BLW bewilligte Berechnungsmethode. Wobei sich die zulässige Phosphor- und Stickstoffmenge nach dem Pflanzenbedarf und dem betrieblichen Bewirtschaftungspotential bemisst. Die Phosphor- und Stickstoffbilanz darf gesamtbetrieblich je einen Fehlerbereich von höchstens + 10 % des Bedarfs der Kulturen aufweisen. Strengere Auflagen gelten nach Aufstockung oder im Zuströmbereich der Mittellandseen.

Weitere Anforderungen sind der Wegleitung Suisse-Bilanz oder der Wegleitung Anforderungen an die Nährstoffbilanz (NB) / Futterbilanz (FB) zu entnehmen.

Wegleitungen Suisse-Bilanz/Nährstoffbilanz/Futterbilanz

Zu- und Wegfuhren von Hof- und Recyclingdünger
Alle Weg- und Zufuhren von Hof- und Recyclingdünger müssen via HODUFLU (www.agate.ch) erfasst und bestätigt werden. Damit eine Lieferung angerechnet werden kann, muss sie bis spätesten 31. Dezember des laufenden Jahres durch den Abnehmer bestätigt werden.

Endabnehmer-Status im Raufutterhandel
Damit Raufutter Zu- und Verkäufe in der Nährstoffbilanz eines Betriebes angerechnet werden, muss der Abnehmer ein landwirtschaftlicher Betrieb oder ein Raufutterhändler mit einem Abnehmer Status sein. Ein entsprechendes Gesuch kann bei lawa eingereicht werden.

Gebühren für Betriebe ohne Direktzahlungen
Betriebe, welche mehr Tiere halten als nach den Bestimmungen des Gewässerschutzrechtes erlaubt sind, bezahlen dem Kanton Luzern für die zuviel gehaltenen Düngergrossvieheinheiten (DGVE) eine Abgabe. Die Abgabe beträgt pro zuviel gehaltene DGVE Fr. 500.-, im Wiederholungsfall Fr. 1'000.-. Die Bezahlung der Abgabe berechtigt nicht zur weiteren Verletzung der Gewässerschutzvorschriften. Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald ermittelt die Betriebe mit Überbeständen und verfügt über die Abgabe.