ÖLN und Sonderbewilligungen

Im ökologischen Landbau sollen Pflanzenschutzmittel gezielt eingesetzt werden, so dass die Umwelt nicht belastet und die Kulturen geschützt werden: "Schützen ohne zu schaden" lautet das Motto.

Gestützt auf die Direktzahlungsverordnung und auf die Richtlinien für den ökologischen Leistungsnachweis 2015 hat das lawa die Weisung „Pflanzenschutz im öLN“ erlassen. Sie regelt genau, welche Schaderreger im Acker- und Futterbau bekämpft werden können und wer Sonderbewilligungen erteilt.

Neben den Massnahmen bezüglich der verschiedenen Pflanzenschutzmittel gibt es auch folgende allgemeine Massnahmen:

  • Präventive Massnahmen, natürliche Regulationsmechanismen sowie biologische und mechanische Verfahren sind primär auszunutzen (Sortenmischungen, Bodenbearbeitung, Saatzeitpunkt usw.)

  • Direkte Pflanzenschutzmassnahmen müssen sich am Prinzip der Schadschwelle bzw. Bekämpfungsschwelle orientieren, sofern eine vorhanden ist.

  • Im Acker- und Futterbau dürfen zwischen dem 1. November und 15. Februar keine Pflanzenschutzmittel (inkl. Schneckenkörner) eingesetzt werden. Ausnahmen sind nur mit Sonderbewilligung möglich.

  • Auflagen von PSM (z.B. Einschränkung in Gewässerschutzzone, Abstandsauflagen) sind einzuhalten.

  • Ein unbehandeltes Kontrollfenster ist pro Kultur mindestens beim Einsatz von Vorauflaufherbiziden in Getreide, bei erteilten Sonderbewilligungen für Vorauflaufbehandlungen bzw. Insektizidbehandlungen anzulegen. Empfehlung: Auch in anderen Fällen ein Spritzfenster anlegen, um Wirkung/Nebenwirkung beurteilen zu können.

  • Die Feldspritzen müssen mindestens alle 4 Jahre nach den Normen des SVLT getestet werden. Bitte Terminplan der Feldspritzentests des Luzerner Verbandes für Landtechnik (LVLT) und BBZN beachten. Für Geräte ab 400 l Tankinhalt ist ein Spülwassertank obligatorisch.