Landwirtschaft und Wald lawa.lu. ch

Luft / Ammoniak

Luft als elementare Ressource und Lebensgrundlage soll möglichst schadstofffrei sein. Massnahmen welche dazu ergriffen werden, sind einerseits gesetzliche Vorgaben wie auch technische Massnahmen. Massnahmen zur Luftreinhaltung sollen einer Luftverschmutzung entgegenwirken oder sie erst gar nicht entstehen lassen.

Im Kanton Luzern stammen mehr als 95 Prozent der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft. Ammoniak (NH3) ist ein stickstoffhaltiges Gas das in der Tierhaltung entsteht und entweicht. Es entweicht von verschmutzten Flächen im Stall oder Laufhof, aus Güllelagern und Misthaufen oder bei der Ausbringung von Gülle. Die Stickstoffeinträge aus der Luft in den Boden liegen in weiten Gebieten des Kantons Luzern bei 20 bis 60 kg pro Hektar und Jahr. Für Hochmoore betragen jedoch die tolerierbaren jährlichen Eintragsmengen 5-10 kg pro Hektar und für Wälder sowie Magerwiesen 10-20 kg pro Hektar und Jahr.

Im überarbeiteten Massnahmenplan II von 2020 legt der Kanton Luzern neun Massnahmen fest. Diese Massnahmen wurden in einer Begleitgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes (LBV), aus Umweltorganisationen, der kantonalen Dienststellen Umwelt und Energie (uwe) und Landwirtschaft und Wald (lawa) sowie des Berufsbildungszentrums Natur und Ernährung des Kantons Luzern (BBZN) erarbeitet.

Wenn diese Massnahmen vollumfänglich umgesetzt werden, können die Ammoniakemissionen aus der Luzerner Landwirtschaft bis 2030 um rund 20 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2014 reduziert werden.

Informationen zu Ammoniakemissionen

  • Gesunde Tiere ohne Proteinüberschuss verusachen weniger Ammoniak.
  • Die Flächen im Stall und Laufhof sollten sauber und trocken gehalten werden um die Ammoniak Bildung zu vermindern. Mit steigender Temperatur wird der Harnstoff im. Urin durch Mikroorganismen, welche sich im Kot befinden, zu Ammoniak umgewandelt. Deshalb sollte das Stallklima kühl gehalten werden.
  • Auf der Weide versickert Harn rasch und direkt im Boden und wird nicht in Ammoniak umgewandelt.
  • Durch abgedeckte Güllebehälter können Ammoniakemissionen verhindert werden.
  • Gülle soll nur ausgebracht werden, wenn Pflanzen Stickstoff benötigen um weniger Ammoniak an Luft und in Gewässer zu verlieren. Keine Ausbringung in den Wintermonaten und bei hochsommerlichen Verhältnissen. Der Boden darf auch nicht gefroren oder vernässt sein. Die Applikation durch den Schleppschlauch reduziert unnötige Ammoniakverluste.

Franz Stadelmann
Fachbereichsleiter
Natürliche Ressourcen
Tel: 041 349 74 50
E-Mail

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