Wasserversorgung

Gemeinschaftliche Trink- und Brauchwasserversorgungen werden nach den Vorgaben des Bundes gefördert.

Der Versorgung mit genügend und qualitativ einwandfreiem Wasser als Grundnahrungsmittel ist für jeden Landwirtschaftsbetrieb elementar. Ohne die Versorgung mit Wasser kann kein Betrieb produzieren und leben. Die Dienstelle Landwirtschaft und Wald stellt Gemeinschaftliche Trink- und Brauchwasserversorgungen kombiniert mit Brandschutz als Ersatz ungenügender Einzelversorgungen in den Vordergrund. Sie sind gemäss den Vorgaben des Bundes so weit zu fördern, als diese für eine Gleichstellung mit den Siedlungsgebieten erforderlich ist. Solche Anlagen werden mit Bundes- und Kantonsmitteln in der Berg- und Hügelzone gefördert. Zusammen mit den Betroffenen und einem Ingenieurbüro werden mögliche Varianten erarbeitet und als Projekt den involvierten Stellen unterbreitet.

Vorgehen
Mit dem Einreichen eines Beitragsformulars mit Situation und Foto an die Gemeinde, beginnt diese das Projekt einer gemeinsamen Wasserversorgung zu überprüfen. Es erfolgt eine erste Begehung im Feld, bei der das Begehren beurteilt wird.

Mit der Eingabe des Beitragsformulars wird durch die Dienststelle Landwirtschaft und Wald die landwirtschaftliche Substanz der vorhandenen Anlagen geprüft. Unterstützt werden nur Betriebe, die die Bedingungen der Strukturverbesserungsverordnung des Bundes und des Kantons erfüllen.

Realisation Wasserreservoir in Escholzmatt

Im Gebiet Michlischwand/Längschwand in Escholzmatt wird eine neue Wasserversorgung realisiert. 27 Parteien haben sich zu diesem Zweck zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen und organisieren unter der Leitung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) dieses Wasserversorgungsprojekt. Wasserknappheit und mangelnde Wasserqualität der privaten Quellen hat zum Bau der Anlage geführt.

Zwei Reservoire und über zehn Kilometer Wasserleitungen
Es stehen drei Quellen zur Verfügung, die pro Minute zusammen im Mittel 180 Liter Wasser liefern. Dieses wird in zwei Reservoiren gespeichert wobei das weiter oben gelegene Reservoir per Helikopter, am 21. September, geliefert wurde. Die Montage erfolgte in steilem, bewaldetem Gelände. Dazu wurden Hauptleitungen von 8500 m und Verteilleitungen von 2100 m verlegt. Mitte 2018 werden sich die über 100 betroffenen Personen keine Gedanken mehr machen müssen, ob das Wasser reicht oder nicht – Es wird zuverlässig aus den Hahnen sprudeln.