Phosphorprojekt

Um den Phosphoreintrag aus der Landwirtschaft zu reduzieren, wurde ab 1999 ein Phosphorprojekt „Luzerner Mittellandseen“ im Rahmen von Art. 62a Gewässerschutzgesetz (GschG) mit dem Sempachersee als Pilotprojekt gestartet. In der Folge wurde dieses Projekt ab 2000 auf den Baldeggersee und ab 2001 auf den Hallwilersee ausgeweitet. das Projekt beruht auf freiwilliger Basis. Das gesamte Einzugsgebiet beinhaltet 720 Landwirtschaftsbetriebe mit rund 12‘000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Ab 2019 soll das Projekt mit folgenden Zielsetzungen in eine Phase III überführt werden

            Ziel 1: Phosphor-Konzentration < 25 mg pro Kubikmeter Seewasser

            Ziel 2: Phosphorfrachten sind unter der tolerierbaren Menge

            Ziel 3: effektiver und effizienter Mitteleinsatz  

Zur Erreichung dieser Ziele sieht die Strategie eine Fokussierung der Massnahmen auf die stark phosphorbeitragenden Flächen vor. Dazu wird von 2016 - 2019 ein Forschungsprojekt durchgeführt. Das Forschungsprojekt soll folgende Resultate liefern:

  • Aufzeigen wie die Phosphorfrachten aus dem Einzugsgebietes (EZG) des Baldeggersees halbiert werden können.
  • Aufzeigen einer Methodik zur Identifikation der Flächen, die in hohem Masse zum Phosphor-Eintrag in die Gewässer und Mittellandseen beitragen und Bestimmung dieser Flächen in einem Pilotgebiet.
  • Beurteilung von neuen und bestehenden Massnahmen hinsichtlich der Wirkung und der Umsetzbarkeit auf den beitragenden Flächen.

Die Kosten für das Forschungsprojekt werden durch Bund (80 %) und Kanton (20 %) getragen.