Grundlagen

Jagd Luzern: Eine lange Geschichte – ganz kurz

  •  Im Nachgang zur Französischen Revolution führten die Ideen der freien Jagd zu einem dramatischen Rückgang der Wildbestände. Zudem förderte die verbreitete Armut die Wilderei.
  • Erst die Einführung des ersten Bundesgesetzes über die Jagd 1875, stoppte den Trend. Durch die Ausscheidung von Jagdbanngebieten und der Unterstützung der professionellen Wildhut, gelang es den Grundstein für die Renaissance der Wildbestände zu setzen. Es dauerte aber noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts, bis sich die Wildbestände im Kanton Luzern erholten.
  • Rehe wanderten von Norden in den Kanton Luzern ein. Gämsen verbreiteten sich aus Restbeständen im Jagdbanngebiet Schrattenfluh in alle voralpinen Gebiete. Mitte der 60er Jahre des 20. Jh. fanden Rothirsche ihren Weg zurück in den Kanton Luzern.
  • 1906 fand die erste Volksabstimmung über die Einführung der Revierjagd im Kanton Luzern statt. 1930 konnten sich die Luzerner Gemeinden für die Patent- oder Revierjagd entscheiden. Schliesslich wurde 1941 die im ganzen Kanton die Revierjagd eingeführt.
  • 2010 waren im Kanton Luzern 1240 Jagdpächterinnen und -pächter zur Jagd in 123 Jagdrevieren berechtigt.

 

Revierbewertung für Neuverpachtung

Per April 2017 werden die luzernischen Jagdreviere neu verpachtet. Der Wildlebensraum und die Wildvorkommen haben sich in den vergangenen Jahren markant gewandelt. Insbesondere haben die Zuwanderung und Ausbreitung von Arten wie  Rotwild, Schwarzwild, Biber, Luchs oder Wolf, aber auch die Siedlungsentwicklung oder die Erholungsnutzung neue Rahmenbedingungen für den Schutz und die Nutzung geschaffen.

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