Jagdlehrgang

Wer die Jägerprüfung machen will, muss bei einer Jagdgesellschaft einen Lehrgang absolvieren. Zudem sind mindestens 100 Stunden in Kursen und auf Reviergängen nachzuweisen.

Die Anmeldung für den Lehrgang kann jederzeit schriftlich beim lawa, Abteilung Fischerei und Jagd, erfolgen. Die Interessenten werden informiert, sobald der neue Jagdlehrgang ausgeschrieben wird - in der Regel Anfang März.

Anmeldeformular und Merkblatt können hier heruntergeladen werden. Beim Verband Luzerner Jäger sind weitere Informationen erhältlich - ebenso der Ausbildungsordner.


Jägerprüfung

Die Jägerprüfung gliedert sich in drei Teilprüfungen. Nur wer eine Teilprüfung bestanden hat, wird zur nächsten zugelassen:

  1. Sichere Handhabung der Jagdwaffen
  2. Treffsicherheit im jagdlichen Schiessen
  3. Mündliche und schriftliche Prüfungen

Im dritten Teil müssen die angehenden Jägerinnen und Jäger über sieben Themen Bescheid wissen:

  1. Jagdrecht
    Die Jagd ist ein gesetzlicher Auftrag. Deshalb sind die Jagd sowie der Schutz und die Nutzung der Wildbestände durch ein dichtes Netz rechtlicher Bestimmungen geregelt.
  2. Waldkunde und Lebensraum
    Zwischen den Wildbeständen und ihrem Lebensraum gibt es komplexe Wechselbeziehungen. Die Jägerinnen und Jäger kennen diese Zusammenhänge. Ebenso sind ihnen die Grundzüge der Waldwirtschaft vertraut.
  3. Wildkunde
    Wer Wildbestände nutzen, schützen und regulieren will, ist auf fundierte Kenntnisse der einheimischen Säugetiere und Vögel angewiesen. So wissen Jäger und Jägerinnen, wie sich die Wildtiere verhalten, was sie fressen, wie sie sich fortpflanzen und welche Ansprüche sie an ihren Lebensraum stellen.
  4. Jagdkunde
    Hier geht es um das eigentliche Jagdhandwerk, um die Erhebung des Wildbestands, um die Planung des jagdlichen Eingriffs, ums Aufspüren, Verfolgen und Erlegen des Wildes.
  5. Jagdhunde
    Seit der Frühgeschichte der Menschen ist der Hund ein Jagdbegleiter. Jägerinnen und Jäger wissen, wie sie Jagdhunde einsetzen und kennen die Sinnesleistungen der verschiedenen Jagdhunderassen.
  6. Waffenkunde und Sicherheit
    Der Lebensraum des Wildes wird immer mehr zum Erholungsraum des Menschen. Hier eine Waffe einzusetzen erfordert Konzentration und Verantwortungsbewusstsein.
  7. Jagdliches Brauchtum
    Durch die jahrhundertalte Kulturgeschichte der Jagd entwickelten sich Sitten und Gebräuche, die auch in der modernen Jagd ihre Bedeutung haben. Richtig verstandenes jagdliches Brauchtum ist immer auch Ausdruck des Respekts für die Schöpfung.