Weiherlandschaft Ostergau

Das Ostergau bietet einer bemerkenswerte Tier- und Pflanzenwelt einen Lebensraum. Vor rund fünfzig Jahren, nach der intensiven Torfausbeutung, hat man dies bereits bemerkt. Damals stellte der Kanton Luzern das Ostergau unter Schutz. Seither sind Aufwertungs- und Schutzmassnahmen in Zusammenarbeit mit den Betroffenen erarbeitet und umgesetzt worden. Kiebitz, Fadenmolch, Kuckuckslichtnelke und viele mehr konnten sich ansiedeln.

Die Weiher im Ostergau entstanden während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) durch Torfstiche. Seither hat sich die Landschaft im Ostergau stark verändert. Neben Riedflächen entwickelten sich entlang der Weiher Röhrichte, Grosseggenriede und artenreiche Feuchtwiesen. Die Schönheit und Vielfalt dieser Weiherlandschaft wurde immer mehr erkannt. So hat sich der Kanton Luzern entschlossen diese Landschaft mit speziellen Massnahmen zu erhalten.

Betroffene reden mit

Seit 1971 wurden Schutzverordnungen erlassen und immer wieder ergänzt. Die heutige Schutzverordnung ist breit abgestützt. Die Nutzungsansprüche verschiedenster Gruppen wie Bewirtschafter, Grundeigentümer, Fischerei- und Jagdpächter wurden, soweit sie mit den Zielen und rechtlichen Grundlagen vereinbar waren, in der Schutzverordnung berücksichtigt. So regelt die Verordnung folgende Punkte:

  • Pflege und Unterhalt der Lebensräume
  • Schutz gebietstypischer Tier- und Pflanzenarten
  • Betreten des Gebietes
  • Ausübung der Jagd und Fischerei

Erfolge stellen sich ein

Pflanzenarten wie der Klappertopf oder die Kuckuckslichtnelke haben wieder zugenommen. Spierstaudenfluren haben sich entwickelt. Blutweiderich, Sumpfstorchschnabel und Grosseggen blühen in temporär überflutetet Bereichen. Die Wasserqualität hat sich ebenfalls verbessert. Mehr als 160 verschiedene Vogelarten wurden seit 1970 im Ostergau beobachtet. Einige Amphibien sind stark vertreten wie der Gras- und Wasserfrosch. Sie nutzen die Flachweiher als Laichplätze. Einer grossen Anzahl Libellen-, Schmetterlings- und Heuschreckenarten bietet die Weiherlandschaft gute Lebensbedingungen.

So geht es weiter

Die Arbeit aller Beteiligten trägt Früchte. Durch weitere Anstrengungen hofft man, dass sich auch Kreuzkröte, Ringelnatter, Schwarzkehlchen und Dorngrasmücke ansiedeln werden. Eine Vision für Besucherinnen und Besucher wird so beschrieben: "Es wäre doch toll, auf einem Rundgang durchs Ostergau zu spazieren, von einer Beobachtungseinrichtung aus seltene Tierarten zu beobachten und die natürliche Umgebung auf sich wirken zu lassen."