Voraussetzungen

Allgemeine Voraussetzungen

Für die Berechtigung zu Direktzahlungen sind von den Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern zahlreiche Anforderungen zu erfüllen. Diese umfassen einerseits allgemeine Bedingungen wie Rechtsform, zivilrechtlicher Wohnsitz usw. Andererseits sind auch strukturelle und soziale Kriterien massgebend, wie beispielsweise ein minimaler Arbeitsbedarf, Alter oder Einkommen und Vermögen.

Ökologischer Leistungsnachweis

Nebst allgemeinen Voraussetzungen haben Betriebe für die Berechtigung zu Direktzahlungen einen Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) zu erbringen. Der ÖLN umfasst folgende Anforderungen:

  • ausgeglichene Düngerbilanz
  • angemessener Anteil ökologischer Ausgleichsflächen
  • geregelte Fruchtfolge
  • geeigneter Bodenschutz
  • gezielte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • tiergerechte Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere
  • Anlage von Pufferstreifen entlang von Gewässern, Waldrändern etc.
  • Einhaltung der Bewirtschaftungsvorgaben für nationale Inventare

Ein Verstoss gegen die Vorschriften hat Sanktionen in Form einer Kürzung oder der Verweigerung von Direktzahlungen zur Folge.

Kontrolle/Sanktionen

Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen, welche Direktzahlungen beantragen, müssen der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) den Nachweis erbringen, dass sie den gesamten Betrieb nach den Anforderungen des ÖLN bewirtschaften. Bei Verstössen, wie z.B. falschen Angaben, werden die Betriebe nach einheitlichen Kriterien sanktioniert. Anhang 8 der Direktzahlungsverordnung enthält die Kürzungsrichtlinien.

Abmeldung von Programmen

Wer die Bedingungen und Auflagen für Produktionssystembeiträge  nicht mehr einhalten kann oder will, hat dies der Dienststelle lawa zu melden. Um Sanktionen zu vermeiden, muss die schriftliche Abmeldung jedoch erfolgen, bevor die Anforderungen des Programms nicht mehr eingehalten werden.