Pachtzins für landwirtschaftliche Grundstücke

Das LPG gilt für Rebgrundstücke über 15 Aren sowie für andere landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und über 25 Aren. Die Flächen mehrerer Grundstücke, die vom gleichen Eigentümer an den gleichen Pächter verpachtet sind, werden zusammengerechnet. Dasselbe gilt, wenn ein Eigentümer ein Grundstück an verschiedene Pächter verpachtet. Der Pachtzins, der gestützt auf die Schätzungsanleitung festgelegt wird, bedarf keiner Bewilligung durch die Dienststelle Landwirtschaft und Wald.

Der Pachtzins für landwirtschaftliche Grundstücke setzt sich aus einem Basispachtzins (9 % des Ertragswertes), einer Bereinigung für die örtlichen Verhältnisse und allfälligen betriebsbezogenen Zuschlägen zusammen.

Einsprache

Gegen den vereinbarten Pachtzins für einzelne Grundstücke können die vom Kanton bezeichneten Behörden bei der Bewilligungsbehörde Einsprache erheben. Die Einsprache ist innert drei Monaten seit Kenntnis des Vertragsabschlusses oder der Anpassung des Pachtzinses zu erheben, spätestens aber innerhalb von zwei Jahren seit Pachtantritt oder seit dem Zeitpunkt, auf den die Pachtzinsanpassung erfolgt ist.

Zur Einsprache berechtigt ist gemäss § 111 der kantonalen Landwirtschaftsverordnung die Dienststelle Landwirtschaft und Wald.