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Salweide

Die Salweide gilt neben der Eiche als wertvollstes Insekten-Gehölz. Sie bildet ein eigenes kleines Ökosystem, das zahlreichen Tieren Nahrung und Lebensraum bietet.

Die Salweide und andere Weiden- und Pappelarten erhöhen die Baumartenvielfalt in unseren Wäldern und tragen wesentlich zu einer grösseren Biodiversität im Wald bei. Gerade Salweiden sollten bei der Waldpflege nicht flächig entfern werden.

Die Blütenstände, Weidenkätzchen genannt, entwickeln sich bei der Salweide bereits ab März. Es gibt entweder weibliche oder männliche Blüten an einem Baum. Recht klein sind die einzelnen Blüten, doch sie halten Nektar bereit, der viele Insekten und Vögel anlockt. Bei uns sind 500 einheimische Insektenarten auf Weiden als Nahrungsgrundlage angewiesen.

Schmetterlinge und deren Raupen brauchen die Salweide


Viele Schmetterlingsarten sind bei uns in irgendeiner Weise mit Weidenarten verbunden. Früh im Jahr fliegende Arten nutzen die Blüten der Salweide als Nektarquellen. Zu den Arten, die sie anfliegen, gehören unter anderem das Tagpfauenauge und der Kleine Fuchs. Für eine große Zahl von Schmetterlingsraupen ist die Salweide eine wichtige Futterpflanze. An den Blättern fressen zum Beispiel die Raupen des Trauermantels, des Grossen Fuchses und des Grossen Schillerfalters.

Die Salweide ist für Bienen und Käfer sehr attraktiv


Insbesondere für Bienenarten sind Weiden sehr attraktiv. Das liegt an der frühen Blütezeit und den zahlreichen Nektardrüsen an sowohl männlichen als auch weiblichen Blüten. Vor allem für die Brutpflege bildet der Blütenstaub eine wichtige Eiweißquelle. Insgesamt suchen 34 einheimische Wildbienenarten die Salweide auf, vor allem Sandbienen sowie einige Arten von Furchenbienen und Mauerbienen. Auch vielen Käferarten dient die Weide als Brutort, Lebensraum und Nahrungsgrundlage. Im Holz des Stammfusses und in den Wurzeln lebender Pappeln und Weiden entwickelt sich beispielsweise die Larve des seltenen Weberbockes. Der Moschusbock ernährt sich vom Pflanzensaft der Salweide

Vögel ernähren sich von Nektar und Pollen


Verschiedene Vogelarten saugen im Frühling gerne Blütennektar an Weiden. Die bekannteste Vertreterin ist die Blaumeise. Sie sucht im Februar gezielt blühende Weiden auf, um den nahrhaften Nektar zu saugen und den eiweisshaltigen Pollen zu fressen. Auch der nach seinem Gesang benannte Zilpzalp saugt gerne Nektar aus den Weidenkätzchen der Salweide. Es sind insgesamt etwa 30 Vogelarten bekannt, die die Weidenblüten aufsuchen, vor allem Meisen, Grasmücken und Laubsänger. Gleichzeitig nutzen Spechte die Käferlarven im Weidenholz als Nahrung und die Stämme um ihre Höhlennester zu bauen. Die Baumkronen bieten viele Möglichkeiten als Brut-, Nist- oder Rastplatz.

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