Optimierung Organisationsstruktur

Der Kanton Luzern unterstützt seit 2006 die Regionalen Organisationen der Waldeigentümer-/innen (RO). Sie bieten ihren Mitgliedern eine umfassende Beratung bei der Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung. Seit dem 1. Juli 2018 haben RO und Korporationen die Möglichkeit, im Auftrag der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) auch Nichtmitglieder innerhalb ihres Perimeters zu betreuen. Dadurch soll die Zusammenarbeit im Luzerner Wald verbessert und Synergien genutzt werden.

Im Januar 2013 bis Juni 2016 wurden in drei regionalen Organisationen (RO)  im Kanton Luzern alle Waldeigentümer/-innen vom RO-Förster im Rahmen des "Flächenprojekts" beraten, auch jene Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer, die nicht Mitglied einer RO sind. Für die Beteiligung war es Bedingung, dass mindestens 75 % der Waldfläche der RO angeschlossen ist. Das Flächenprojekt wurde extern evaluiert. Neben den drei RO des Flächenprojekts wurden drei weitere RO als Vergleichsgruppe untersucht. Der Schlussbericht bestätigt, dass  die RO-Strategie die Leistungsfähigkeit der Wald- und Holzwirtschaft stärkt. Gleichzeitig ortet er Optimierungspotenzial.

Der Bericht diente der Dienststelle als Grundlagendokument für die weitere Optimierung des Luzerner Forstdienstes und der Strukturen im Luzerner Wald. Mit verschiedenen Massnahmen soll der Organisationsgrad im Luzerner Wald erhöht und die Zusammenarbeit gestärkt werden. So können die Betriebsförster der Waldorganisationen im Auftrag des lawa auch Waldeigentümerinnen und -eigentümer beraten, welche nicht Mitglied einer RO sind. Voraussetzung ist, dass die Waldorganisation die quantitativen Anforderungen des lawa erfüllt und im Gebiet gut verankert ist. Der kantonale Forstdienst wurde verkleinert. Die Sparvorgaben aus dem Konsolidierungsprogramm 2017 sind somit umgesetzt.

Nun gilt es die neue Organisationsstruktur qualitativ weiterzuentwickeln, damit weiterhin sichergestellt ist, dass der Wald seine vielseitigen Funktionen erfüllen kann. Das Kantonale Waldgesetz hält im Grundsatz fest, dass der Kanton, die Gemeinden, die Waldeigentümerinnen und –eigentümer sowie die Waldorganisationen für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Wälder partnerschaftlich zusammenarbeiten. Bund und Kanton fördern Projekte von Waldorganisationen zur Optimierung von Bewirtschaftungsstrukturen und –prozessen.