Optimierung Organisationsstruktur

Der Kanton Luzern unterstützt seit 2006 die Regionalen Organisationen der Waldeigentümer-/innen (RO). Sie bieten ihren Mitgliedern eine umfassende Beratung bei der Waldbewirtschaftung und Holzvermarktung. Aufgrund der Erfahrungen mit den RO und den Entwicklungen in der Waldbranche sollen die Organisationsstrukturen weiter optimiert werden.

Im Rahmen eines dreijährigen Projekts des lawa wurden in drei der zehn regionalen Organisationen (RO)  im Kanton Luzern alle Waldeigentümer/-innen vom RO-Förster beraten, auch jene Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer, die nicht Mitglied einer RO sind. Für die Beteiligung an diesem sogenannten Flächenprojekt war  Bedingung, dass mindestens 75 % der Waldfläche der RO angeschlossen ist. Das Flächenprojekt wurde extern evaluiert. Neben den drei RO des Flächenprojekts wurden drei weitere RO als Vergleichsgruppe untersucht. Der umfassende Schlussbericht dazu liegt seit diesem Sommer vor. Er bestätigt, dass  die RO-Strategie die Leistungsfähigkeit der Wald- und Holzwirtschaft stärkt. Gleichzeitig ortet er Optimierungspotenzial.

Der Bericht dient der Dienststelle als Grundlagendokument für die weitere Optimierung des Luzerner Forstdienstes und der Strukturen im Luzerner Wald. Mit verschiedenen Massnahmen soll der Organisationsgrad im Luzerner Wald erhöht und die Zusammenarbeit gestärkt werden. So sollen künftig die Betriebsförster der Waldorganisationen im Auftrag des lawa auch Waldeigentümerinnen und -eigentümer im Nutzwald beraten dürfen, die nicht Mitglied einer RO sind. Der kantonale Forstdienst wird verkleinert und dadurch die Sparvorgabe aus dem Konsolidierungsprogramm 2017 umgesetzt. Der Regierungsrat hat eine Teilrevision des kantonalen Waldgesetzes bis am 10. Juli 2017 in die Vernehmlassung geschickt. Das angepasste kantonale Waldrecht soll am 1. Juli 2018 in Kraft treten.