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05.07.2018 - Kanton Luzern lanciert Wettbewerb «Luzerner Wein des Jahres»

Der Weinbau im Kanton Luzern wächst. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat sich die Anbaufläche verdoppelt. Zum Wachstum beigetragen hat insbesondere die hohe Innovationskraft der lokalen Winzerinnen und Winzer. Viele Luzerner Weine zählen mittlerweile zu den besten des Landes. Der Kanton Luzern würdigt diese Leistung mit dem neu lancierten Wettbewerb «Luzerner Wein des Jahres».

Nachdem der Rebbau im Kanton Luzern bis Mitte des letzten Jahrhunderts quasi ausgestorben war, gehört der Weinbau heute zu den am stärksten wachsenden Agrarbereichen im Kanton. Innert 15 Jahren wuchs die Weinanbaufläche um 30 Hektaren auf heute über 60 Hektaren. Rund 40 Erwerbswinzerinnen und -winzer bauen mittlerweile 50 verschiedene Rebsorten an, aus welchen gegen 300 unterschiedliche Weine hergestellt werden. 350’000 Flaschen Wein werden jährlich produziert, in diesem Jahr werden es voraussichtlich erstmals über 400’000 sein.

Luzerner Weinbau im Aufwind
«Zum Wachstum beigetragen haben neben dem wärmeren Klima vor allem die hohe Innovationskraft der Luzerner Winzerinnen und Winzer», sagt Beat Felder, Verantwortlicher für den Rebbau der Kantone LU/NW/OW/UR/ZG. «Diese verfügen über grosses Know-how und hohe Professionalität, was sich in der hohen Qualität der Weine widerspiegelt.»

Ein Kanton – vier Regionen
Der Luzerner Weinbau teilt sich in vier Regionen auf, die ihre spezifischen Eigenheiten haben:

  • Seetal (38 Prozent der Anbaufläche): kräftig und strukturiert
  • Vierwaldstättersee (34 Prozent der Anbaufläche): elegant und finessenreich
  • Sempachersee/Surental (16 Prozent der Anbaufläche): harmonisch und ausgewogen
  • Wiggertal (12 Prozent der Anbaufläche): charaktervoll und sortenreich

Die Hauptsorten sind Blauburgunder mit 23 Prozent und Riesling-Silvaner mit 15 Prozent, hinzu kommen zehn Prozent Solaris und je fünf Prozent Pinot Gris, Sauvignon blanc und Cabernet Jura. Generell werden rote und weisse Weintrauben im gleichen Verhältnis angebaut. Mit 25 Prozent besonders gross ist jedoch der Anteil an pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWI), ein Wert, der schweizweit einmalig ist.

Kontrollierte Ursprungsbezeichnung AOC
Seit 2005 regelt der Kanton Luzern mittels der kontrollierten Ursprungsbezeichnung AOC (Appellation d’origine controllée) den Weinbau. «Mit dem AOC-Label sind strengere Qualitätskontrollen eingeführt worden», sagt Beat Felder. So werden unter anderem die Pflanzung der Reben, die Erntemenge pro Fläche sowie der Mindestzuckergehalt und die Ursprungsbezeichnung kontrolliert. Damit werden die Echtheit und der hohe Qualitätsstandard der Luzerner Weine garantiert.

Lancierung Wettbewerb «Luzerner Wein des Jahres»
Aufgrund des Frostes im April 2017 fiel die Traubenernte im vergangenen Jahr im Kanton Luzern so gering aus wie seit dreissig Jahren nicht mehr. Nicht gelitten hatte jedoch die Qualität der Weine – der Jahrgang 2017 schneidet überdurchschnittlich ab. «Der Kanton Luzern nimmt dieses aussergewöhnliche Jahr zum Anlass, um den neuen Wettbewerb «Luzerner Wein des Jahres» zu lancieren», sagt Regierungspräsident Robert Küng. «Der Wettbewerb liegt mir auch persönlich am Herzen, da er meinem Präsidialjahr entspricht, das sich dem Thema Lebensqualität widmet. Denn der Genuss eines guten Glases Wein aus der Region bedeutet für mich Lebensqualität».

Unter dem Patronat des Kantons Luzern wird eine achtköpfige Jury Weine in den folgenden sechs Kategorien prämieren:

  • Bester Luzerner Schaumwein
  • Bester Luzerner Weisswein sortenrein
  • Bester Luzerner Weisswein Cuvée
  • Bester Luzerner Süsswein
  • Bester Luzerner Rotwein
  • Bester Luzerner Rotwein Barrique 

Eingeladen zum Wettbewerb sind Erwerbswinzerinnen und -winzer aus dem Kanton Luzern, die von ihrem Wein mehr als 1’000 Flaschen herstellen. Einsendeschluss ist der 30. August 2018 – die öffentliche Bekanntgabe der Prämierten findet am 5. November 2018 statt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb: Link

 

Strategiereferenz
Diese Botschaft/Massnahme dient der Umsetzung des folgenden Schwerpunktes in der Luzerner Kantonsstrategie:

•           Perspektiven für die Regionen

Anhang

Präsentation anlässlich der Medienkonferenz vom 5. Juli 2018

Einladungsschreiben sowie Anmeldeformular für Erwerbswinzer

 

Kontakt
Regierungspräsident Robert Küng
Vorsteher Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement
Telefon 041 228 50 41
robert.kueng@lu.ch

Beat Felder
Verantwortlicher für den Rebbau der Kantone LU/NW/OW/UR/ZG
Dienststelle Landwirtschaft und Wald 
Telefon 041 228 30 99
beat.felder3@edulu.ch

 

 

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