Schutzwald

Der Schutzwald schützt Menschen oder Sachwerte vor Steinschlag, Erosion, Rutschungen und Lawinen. Damit Schutzwälder diese Funktion erfüllen können, müssen sie entsprechend gepflegt werden.

Schutzwald ist ein natürliches, flächig wirkendes Schutzsystem. Er schützt Menschen, Häuser, Siedlungen und Verkehrsachsen vor herabstürzenden Steinen, Lawinen, Rutschungen, Erosion und Murgängen. Ein Schutzwald verhindert das Entstehen dieser Naturgefahren oder hilft, sie zu mindern und damit die Risiken zu minimieren. 20 Prozent der Luzerner Wälder sind als Schutzwälder ausgeschieden.

Schutzwaldpflege

Ein Schutzsystem muss unterhalten werden. Mit der Schutzwaldpflege werden die natürliche Widerstandskraft und die Stabilität der Schutzwälder gefördert. Ein gemischter, stufiger Waldbestand bietet die beste Schutzwirkung und sichert die Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Ein besonderes Augenmerk gilt der Waldverjüngung. Gezielte Holzschläge fördern diese Entwicklungen.

Weiserflächen

Weiserflächen sind rund eine Hektar grosse Beobachtungsflächen und verkörpern die verschiedenen Schutzwaldtypen. Sie dienen der systematischen Beobachtung der Bestandesentwicklung und liefern wichtige Erkenntnisse für die Erfolgskontrolle: Werden mit den getroffenen waldbaulichen Massnahmen die formulierten Ziele erreicht oder müssen diese angepasst werden? Das Weiserflächennetz im Kanton Luzern umfasst 15 Flächen.

Schutzwaldausscheidung

Grafik

Damit ein Wald als Schutzwald ausgeschieden wird, braucht es eine Naturgefahr (Steinschlag, Lawinen, Rutschung, Erosion) die Menschen oder hohe Sachwerte (Wohnhäuser, Siedlungen, Infrastrukturanlagen) bedrohen. Erbringt der dazwischen liegende Wald eine Schutzwirkung gegen diese Gefahren, so wird er als Schutzwald ausgeschieden.