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Der Wolf im Kanton Luzern

Der Wolf in der Fotofalle im Eigental 2009 (Bild lawa)

Woher kommen die Wölfe? Alle Wölfe in der Schweiz stammen aus der italienisch-französischen Alpenpopulation. Die Wölfe breiten sich von Italien her entlang dem Alpenbogen nach Norden aus. So wandern sie natürlicherweise auch in die Schweiz ein. Wölfe können bis zu 50 km pro Tag zurück legen.

Der Wolf im Kompartiment Zentralschweiz West. Die Schweiz wird betreffend Grossraubtiere in so genannte Kompartimente unterteilt. Das Kompartiment Zentralschweiz West umfasst die Kantone Luzern, Obwalden, Nidwalden, Uri (westlicher Kantonsteil) und Bern (östlicher Kan-tonsteil). Der in diesem Raum beobachtete Wolf ist stets dasselbe Individuum. Dieser Wolf ist vom Wallis in das Kompartiment eingewandert. Der letzte bestätigte Nachweis dieses Wolfes im Kompartiment Zentralschweiz West datiert vom 11. 06. 2012 bei Arnibergli Sörenberg, Gemein-de Flühli (DNA-Nachweis).

Der Wolf im Kanton Luzern. Die DNA-Analysen zeigen, dass es sich beim Wolf im Kanton Luzern immer um dasselbe Männchen M20 handelt. Hinweise auf andere Wölfe gibt es nicht.

Rudelbildung und Nachwuchs. Die Wölfe der italienisch-französischen Alpenpopulation bilden keine grossen Rudel, wie wir es aus Nordamerika kennen. Sie leben in kleinen Familienverbän-den, das heisst dem erwachsenen Paar und den Jungtieren. Nach wie vor gibt es in der Schweiz keine gesicherten Belege für eine erfolgreiche Reproduktion.

Entschädigung gerissener Nutztiere. Alle Nutztiere, die nachgewiesenermassen von einem Wolf gerissenen wurden, werden entschädigt. Im Kanton Luzern wurden im Jahr 2012 bisher fünf Schafe und zwei Ziegen durch den Wolf gerissen. Betroffen waren jeweils Tiere in unge-schützten, kleineren Herden auf Sömmerungsweiden.

Herdenschutz im Kanton Luzern. Der Herdenschutz im Kanton Luzern ist seit 2010 im Aufbau und soll über die kommenden Jahre erweitert werden. Sehr wichtig ist der Einsatz von Herden-schutzhunden. Im Alpsommer 2012 werden im Kanton Luzern derzeit elf Herdenschutzhunde, zwei Esel und fünf Lamas eingesetzt. In diesen geschützten Herden wurde bisher kein einziges Schaf vom Wolf gerissen.

Keine Gefahr für den Menschen. Der Wolf kommt mit der heutigen Kulturlandschaft gut zu-recht und nähert sich auch Siedlungen. Menschen meidet er aber aufgrund jahrhundertelanger Verfolgung. Trotzdem muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass jedes Wildtier, wenn es in die Enge getrieben wird oder verwundet ist, sich zur Wehr setzt und einen Menschen verlet-zen kann. Deshalb: Wer einen Wolf sieht, sollte sich ruhig verhalten und das Tier beobachten, aber nicht versuchen, sich anzunähern.

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