Das freiwillige Ressourcenprojekt «Lachgas» verfolgt das Ziel, verschiedene Massnahmen zur Reduktion von Lachgasemissionen in der Landwirtschaft zu testen. Im Fokus stehen dabei eine höhere Stickstoffeffizienz sowie verbesserte Bodenbedingungen beziehungsweise die Verringerung von Bodenverdichtungen. Gemeinsam mit rund 50 interessierten Landwirtschaftsbetrieben im Wahlkreis Sursee werden Massnahmen in den Bereichen Fütterung, Düngung und Bodenbewirtschaftung umgesetzt und deren Wirkung untersucht. Das Projekt wird vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) sowie vom Kanton Luzern finanziert.
Anmeldung und Beratung Lachgasprojekt
Interessieren Sie sich für das Lachgasprojekt? Dann können Sie Ihren Betrieb ab sofort per E-Mail unter rp-lachgas.lawa@lu.ch unverbindlich für das Projekt anmelden.
Nach der Anmeldung findet eine individuelle Massnahmenberatung statt. Im Rahmen dieser Beratung werden die betriebsspezifischen Massnahmen definiert und offene Fragen geklärt.
Anschliessend kann der Betrieb auf Grundlage der Beratung über eine Teilnahme am Projekt entscheiden. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober 2026.
Was ist Lachgas und wie entsteht es?
Lachgas (N2O) ist ein klimarelevantes Treibhausgas. Es entsteht durch die Umwandlung von Stickstoffverbindungen im Boden unter teilweiser Abwesenheit von Sauerstoff. Nebst den vorherrschenden Bedingungen im Boden ist entscheidend, wie viel vom gedüngten Stickstoff von den Pflanzen in der Form von Nitrat aufgenommen werden kann. Zu einem Überangebot an Nitrat kommt es, wenn zum falschen Zeitpunkt oder zu viel aufs Mal gedüngt wird. Herrscht ein Überangebot an Nitrat, kann mehr Lachgas entstehen oder Nitrat ausgewaschen werden. Die Menge und der Zeitpunkt der N-Düngung sind für die Lachgasemissionen somit entscheidend.
Was sind die Ziele des Lachgasprojekts?
Im Projekt werden folgende Ziele angestrebt:
Wie soll die Reduktion der Lachgasemissionen erreicht werden?
Die Reduktion der Lachgasemissionen wird mit einer breiten Auswahl an Massnahmen angestrebt. Das Massnahmenset besteht einerseits aus Grundanforderungen, welche alle Teilnehmenden Betriebe erfüllen müssen. Andererseits gibt es Massnahmen aus den Bereichen Düngung, Fütterung, Strukturell/Baulich und Boden, welche von den Betrieben gewählt werden können. Bei der Massnahmenauswahl werden die Betriebe durch eine Beratungsperson unterstützt. Total müssen fünf Grundanforderungen erfüllt werden und mindestens drei weitere Massnahmen.
Massnahmenübersicht
Die Massnahmenübersicht zeigt, welche Massnahmen im Projekt angeboten werden:
Kontakt
Tobias Härri
Fachbearbeiter Ressourcenschutz
Dienststelle Landwirtschaft und Wald
rp-lachgas.lawa@lu.ch
041 349 73 32