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Landwirtschaft und Wald

Slow Water - Wasserretention im Kulturland

Die Kantone Luzern und Basel-Landschaft setzen gemeinsam das Ressourcenprojekt Slow Water zum Rückhalt von Wasser im Kulturland um. Slow Water hat zum Ziel, Regenwasser vermehrt in den Böden zu speichern und das Abfliessen zu verlangsamen. Zusammen mit Landwirtschaftsbetrieben und Gemeinden werden verschiedene Massnahmen zur Wasserretention umgesetzt und deren Wirkung untersucht.

Der Klimawandel führt zunehmend zu Wetterextremen wie Hitze, Trockenheit und Starkniederschlägen. Für viele Landwirtschaftsbetriebe wird die Wasserversorgung zu einer grossen Herausforderung, sei es für die Pflanzenproduktion oder für die Tierhaltung. Zudem wird das Wasser in den Gemeinden während den Sommermonaten zunehmend knapp.

Das Projekt «Slow Water» setzt genau dort an: In den Pilotregionen Oberbaselbiet, Moostal Riehen und Luzern-West werden betriebsindividuelle, einzugsgebietsbezogene Retentionsstrategien in Zusammenarbeit mit Gemeinden und ihren Landwirtinnen und Landwirten entwickelt und die Massnahmen auf ihre Wirkung überprüft.

Was sind die Ziele des Projekts Slow Water?

  • Langfristiger Erhalt der Ertragsfähigkeit im Pflanzenbau und in der Tierhaltung durch Sicherstellung der Wasserverfügbarkeit
  • Reduktion der Wasserentnahme der Landwirtschaft aus Trinkwasserversorgungen und Gewässern
  • Verlangsamter Abfluss und verstärkte Speicherung von Regenwasser
  • Verhinderung von Erosion
  • Beitrag zur Sicherstellung der Wasserversorgung von Gemeinden
  • Beitrag zum Schutz der Gemeindeinfrastrukturen und Privatbauten vor Überschwemmungs- und Hochwasserschäden

Wie werden die Ziele erreicht?

Für die Zielerreichung haben die Kantone Luzern und Basel-Landschaft in Zusammenarbeit mit der Agridea einen Leitfaden mit 15 Massnahmen erarbeitet. Jede Massnahme ist hinsichtlich Wirkung, Planung und Kosten beschrieben. Der Leitfaden soll Beratungsfachkräfte, Landwirtschaftsbetriebe und Gemeinden bei der Entwicklung und Umsetzung von Retentionsprojekten unterstützen.

Massnahmen zu Slow Water

Hydrotechnische Massnahmen

Speicherbecken

Bewirtschaftungstechnische Massnahmen

Keyline, Quelle Ebenrain

Nutzen

  • Nutzen für Gemeinden und Bevölkerung

    • Stehendes und fliessendes Wasser und Grundwasser möglichst lange für alle Nutzer verfügbar machen und sicherstellen
    • Schutz vor Überschwemmungen und Erosion (dabei Eintrag Gülle und PSM in Gewässer minimieren)
    • Schonung/Werterhaltung von Gemeinde-Infrastrukturen und Ressourcen wie Güterstrassen/Wegnetz
    • Stabilisierung volatiler Quellen und Sicherung der Wasserversorgung
    • Unterstützung bei der Erfüllung der Gemeindepflichten für langfristige Wasserversorgung
  • Nutzen für Landwirtschaftsbetriebe

    • Stehendes und fliessendes Wasser und Grundwasser für landwirtschaftliche Produktion verfügbar machen und sicherstellen
    • Erträge und Nahrungsmittelproduktion sichern
    • Reduzierter Bedarf an Bewässerungswasser = Kosten sparen
    • Weniger Bodenerosion
    • Unterstützung innovativer Technik und neuer Massnahmen, inklusive bauliche Massnahmen
    • Inwertsetzung in Partnerschaft mit Gemeinden

Slow Water: Wassermanagement in der Landwirtschaft

Details zur Organisation des Ressourcenprojekts Slow Water einblenden

Kontakt

Name Vorname Funktion Telefon E-Mail
Meyer Thomas Abteilungsleiter Landwirtschaft, Mitglied der Geschäftsleitung 041 349 74 31 E-Mail
Bellè Severin Berater Slow Water (lawa), Berater Boden Wasser Luft (BBZN) 041 228 30 27 E-Mail