BFF Vernetzung

Beiträge für die Vernetzung werden ausgerichtet, wenn die Flächen nach den Vorgaben eines vom Kanton genehmigten regionalen Vernetzungsprojektes angelegt und bewirtschaftet werden. Ein Vernetzungsprojekt dauert jeweils acht Jahre. Die Beiträge werden zu 90 % vom Bund und zu 10 % von der Standortgemeinde übernommen.

Ziele
Das Ziel von Vernetzungsprojekten ist es, die natürliche Artenvielfalt auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu erhalten und zu fördern. Dafür werden Biodiversitätsförderflächen (BFF) so platziert und bewirtschaftet, dass günstige Bedingungen für die Entwicklung und Verbreitung von Tieren und Pflanzen entstehen. Die landschaftstypische Lebensraumvielfalt und die Vernetzung dieser Lebensräume (räumliche Verteilung) soll gefördert werden. Die Massnahmen eines Vernetzungsprojektes müssen auf lokal vorkommende Ziel- und Leitarten abgestimmt sein. Sind in einem Projektgebiet Zielarten vorhanden, sind diese im Vernetzungsprojekt zu berücksichtigen. Die Massnahmen im Vernetzungsprojekt werden auf die Bedürfnisse der Ziel- und Leitarten ausgerichtet.

Voraussetzungen
Im Kanton Luzern werden die Vernetzungsprojekte von lokalen Trägerschaften betreut und umgesetzt. Damit ein Bewirtschafter die Beiträge für die Vernetzung geltend machen kann, muss eine einzelbetriebliche Beratung durchgeführt und mit der lokalen Trägerschaft eine Vereinbarung abgeschlossen werden. Darin sind die Anforderungen für die zielgerichtete Bewirtschaftung der Biodiversitätsförderflächen festgehalten. Ein Vernetzungsprojekt dauert jeweils acht Jahre. Die Anforderungen an ein Vernetzungsprojekt sind in der eidgenössischen Direktzahlungsverordnung und in den kantonalen Richtlinien Vernetzung definiert. Die Vernetzungsbeiträge werden zu 90% vom Bund und zu 10% von der Standortgemeinde übernommen.

Im Kanton Luzern gibt es rund 55 lokale Vernetzungsprojekte, welche die landwirtschatliche Nutzfläche zu 96 % abdecken. Ca. drei Viertel aller Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Luzern machen in einem Vernetzungprojekt mit und setzen somit Massnahmen zu Gunsten der Ziel- und Leitarten um.