Güterstrassen

Das landwirtschaftliche Güterstrassennetz mit einer Länge von rund 3000 km ist zum grossen Teil auf einen zeitgemässen Ausbaustandard erstellt worden. Dazu kommen noch rund 1000 km für die Walderschliessung im ländlichen Raum. Die Erhaltung der Funktionstüchtigkeit des Werkes steht heute im Vordergrund.

Durch eine fachgerechte Erschliessung können sich die Landwirte auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren. Die Veränderungen der Bewirtschaftung der Liegenschaften haben ebenfalls eine immer grössere Bedeutung für die Landwirtschaft. Vermehrt werden Aufgaben durch Lohnunternehmer mit Spezialmaschinen ausgeführt, die wirtschaftlich deutlich effizienter sind. Dies hat grossen Einfluss auf die vorhandenen Infrastrukturanlagen.

Mit dem Einreichen eines Beitragsformulars mit Situationsplan und Foto an die Gemeinde beginnt ein Projekt für die Erhaltung oder Sanierung der Güterstrasse. Es erfolgt eine erste Begehung im Feld bei der das Begehren geprüft wird.

Mit der Eingabe des Beitragsformulars wird durch die Dienststelle Landwirtschaft und Wald die landwirtschaftliche Substanz der vorhandenen Anlagen geprüft. Unterstützt werden nur klassierte Güterstrassen, die zusätzlich die Bedingungen der Strukturverbesserungs- Verordnung des Bundes und des Kantons erfüllen. Die im gleichen Abschnitt miterschlossenen privaten Liegenschaften werden mit einem nicht beitragsberechtigen Kostenanteil reduziert. Die mit öffentlichen Mitteln verbesserten Werke sind zweckmässig zu bewirtschaften und die erstellten baulichen Anlagen sind sachgemäss zu unterhalten. Zusätzlich werden die gemachten Investitionen im Grundbuch angemerkt. Bei Zweckentfremdungen oder bei grober Vernachlässigung der Bewirtschaftungs- oder Unterhaltspflicht werden die Beiträge zurückgefordert.

 Zusammen mit einem Ingenieurbüro werden die vorhandenen Strassenzustände und Entwässerungsanlagen geprüft und Massnahmen besprochen. Mit der Eingabe eines Vor- und Bauprojektes werden die notwendigen Unterlagen für ein Subventionsprojekt erarbeitet. Zusätzlich wird ein übliches Bauverfahren gestartet, um die notwendigen Bewilligungen für die Sanierung zu erwirken.