Biolandbau verstehen und bei Nahrungszubereitung vermitteln
Am 22. April 2026 fand in Sursee ein Infoanlass für WAH-Fachlehrpersonen des Kantons Luzern statt. Die Veranstaltung wurde von Rita Aregger und Stefanie Bergmann (BBZN) im Rahmen des Aktionsplans Biolandbau Kanton Luzern organisiert. Ziel war es, praxisnahe Grundlagen zur biologischen Produktion aufzuzeigen und die neu erstellten Rezeptkarten vorzustellen, die den Einsatz von Biolebensmitteln im Unterricht unterstützen.
Rita Aregger erläuterte den 12 interessierten Fachlehrpersonen zunächst den Aktionsplan Biolandbau Luzern. Dieser reagiert auf die steigende Nachfrage nach Bioprodukten und fördert den Biolandbau im Kanton Luzern mit verschiedenen Massnahmen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung der Kommunikation sowie der praktischen Anwendung von Bioprodukten im WAH-Unterricht. Eine Umfrage unter Lehrpersonen ergab, dass Interesse an Biozutaten besteht, jedoch die Budgets oft wenig Spielraum bieten.
Im zweiten Teil tauchte Stephanie Bergmann in den Biolandbau ein. Sie erklärte die staatliche Regulierung und Zertifizierung von Biobetrieben und betonte die Bedeutung eines gesunden Bodens für gesunde Lebensmittel. Auch gesellschaftliche Aspekte wie soziale Verantwortung und nachhaltige Lebensstile wurden hervorgehoben. Eine kurze Umfrage bestätigte, dass finanzielle Aspekte beim Einkauf eine grosse Rolle spielen.
Als weitere Massnahme um den Biologischen Landbau den Jugendlichen näher zu bringen wurde das Pilotprojekt der "Schulbesuche" erklärt. Biolandwirtinnen oder Biolandwirte besuchen Schulen, um den Lernenden Wissen über die biologische Landwirtschaft zu vermitteln. Claudia Meierhans aus Richenthal leitet das Projekt.
Im Anschluss konnten alle teilnehmenden Fachlehrpersonen eine Rezeptkartenbox mit je vier Rezept-Sets mitnehmen. Die anwesenden Personen zeigten grosse Motivation und der Anlass förderte angeregte Diskussionen, die beim anschliessenden Apéro, welches aus biologischen Köstlichkeiten bestand, fortgesetzt wurden.