Holzschläge: Grundberatung und Anforderungen

Die Nutzung von Bäumen im Wald bedarf einer Nutzungsbewilligung. Grundlage dafür ist die Anzeichnung des Holzschlages durch den Förster mit dem Waldeigentümer oder der Waldeigentümerin. Der zuständige Förster steht für eine Grundberatung kostenlos zur Verfügung.

Anzeichnung

Entscheiden sich Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer Holz zu ernten oder den Wald zu pflegen, so berät sie der zuständige Förster kostenlos. Ansprechperson für RO-Mitglieder und Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer im Gebiet des Flächenprojekts ist der Betriebsförster, für die andern der Revierförster. Im Rahmen der Beratung zeichnet der zuständige Förster die Bäume die geerntet werden dürfen im Beisein der Waldeigentümer an. Dies ist die Grundlage für die Nutzungsbewilligung.

Holzschläge sind bewilligungspflichtig

Das Fällen von Bäumen im Wald erfordert eine Nutzungsbewilligung durch den Revierförster. Gemäss kantonalem Waldgesetz ist das Schlagen von allen Bäumen bewilligungspflichtig (mit Stammdurchmesser ab 20 cm, gemessen in 1,3 Meter Höhe über dem gewachsenen Boden). Die Nutzungsbewilligung ist gebührenfrei. Ansprechperson für RO-Mitglieder und Waldeigentümer im Gebiet des Flächenprojekts ist der Betriebsförster, für die andern Waldeigentümer der Revierförster.

Minimale Ausbildung für Holzerntearbeiten
Werden Holzerntearbeiten im Auftragsverhältnis ausgeführt (nicht im eigenen Wald), so ist eine minimale Ausbildung notwendig. Holzerntearbeiten umfassen das Fällen, Entasten, Einschneiden und Rücken von Bäumen und Baumstämmen mit einem Brusthöhendurchmesser grösser als 20 cm. Entsprechende Kurse werden im Kanton Luzern von WaldLuzern angeboten.

Schadholz durch Naturereignisse

Waldbäume, die durch ein Naturereignis (Sturm, Schnee etc.) gefällt worden sind, können genutzt werden, sofern der zuständige Förster vorgängig angefragt worden ist und keine übergeordneten Gründe eine Nutzung ausschliessen. Daraufhin wird die Nutzungsbewilligung durch den Revierförster schriftlich ausgestellt. Ein Anzeichnen ist in der Regel nicht erforderlich. Nach Abschluss des Holzschlages ist der zuständige Förster über die effektive Schlagmenge zu informieren.

Käferholz

Bei Käferbefall wird die Nutzungsbewilligung in der Regel für die geschätzte Menge Käferholz erteilt. Entstehen im laufenden Jahr neue Käfernester, so sind diese dem zuständigen Förster umgehend zu melden. Nach Ausführung des Holzschlages ist der zuständige Förster über die effektive Holzmenge und Stammzahl zu informieren.